Kreistag SPD informiert sich

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Bild: (SPD Strobl)

Auch der ländliche Raum hat ein Anrecht auf eine gute Krankenhausversorgung.

Bild: (SPD)


Bundesweit vergehen kaum Wochen, in denen nicht über die Schließung kleiner Krankenhäuser im ländlichen Raum berichtet wird. Hintergrund sind in erster Linie wirtschaftliche Betrachtungen. Der Gesetzgeber hat die Zuständigkeit für Richtlinien dem Gemeinsamen Bundesausschuss übertragen. Dieser legt Fallzahlen (Mindestzahl für einzelne Operationen) fest, die als Qualitätsmaßstab dienen und von Krankenhäusern nachgewiesen werden müssen.

Werden z.B. diese Fallzahlen erhöht, können kleinere Krankenhäuser diese Vorgaben nicht mehr erfüllen. Sie werden gezwungen, einzelne Abteilungen zu schließen, was zu einem schrittweisen Sterben führt. Durch diese Verfahrensweise hat die Politik ihre Verantwortung aus der Hand gegeben. Derzeit läuft nun eine bundesweite Unterschriftenaktion für den Erhalt kleiner Krankenhäuser.

Einen Ortstermin nutzten die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion Amberg-Sulzbach, um auf die derzeit laufende Unterschriftenaktion für den Erhalt der Krankenhäuser in ländlichen Raum aufmerksam zu machen. Die Unterzeichner/innen dieser Petition fordern die Bundesregierung und die Landesregierungen dazu auf, ihrer politischen Verantwortung gerecht zu werden und auch im ländlichen Raum eine gute patienten- und zukunftsorientierte, wohnungsnahe Krankenhausversorgung dauerhaft sicherzustellen.

Fraktionsvorsitzender Winfried Franz: „Kleinere Krankenhäuser sind von großer Bedeutung und dürfen nicht geschlossen werden, da beim derzeit herrschenden Ärztemangel die medizinische Versorgung der Bevölkerung durch Haus- und Fachärzte nicht überall gewährleistet ist.“ Günther Cermak und Brigitte Bachmann (stellv. Landrätin): „Ein Konzentrationsprozess weg von kleinen ländlichen Krankenhäusern hin zu großen Klinikzentren ist der falsche Weg.“

Bezirksrat Richard Gaßner verwies darauf, dass in den Rathäusern des Landkreises Unterschriftslisten aufliegen und Dr. Armin Rüger verwies auch auf die Möglichkeit, sich online in die Unterschriftslisten

(https://www.openpetition.de/petition/online/stoppt-das-krankenhaussterben-im-laendlichen-raum ) einzutragen.

Reinhold Strobl, MdL a.D.: „Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker aller Parteien aus ländlichen Regionen müssen sich mehr zu Wort melden.“ Auch der ländliche Raum habe ein Anrecht auf eine gute Krankenhausversorgung.

Die Forderung der SPD-Kreisräte: Die flächendeckende Sicherstellung der Krankenhausversorgung muss eine originär politische Entscheidung sein, die nicht in erster Linie den Vorgaben eines Expertengremiums überlassen werden darf. Ob in einem Krankenhaus gute Arbeit geleistet werde, zeige sich nicht anhand von Fallzahlen, sondern durch die Patientenzufriedenheit.

Ob die angebotenen Leistungen eines Krankenhauses dem regionalen Bedarf entsprechen, lasse sich auch am Grad der Marktabdeckung und der Patientenzufriedenheit bemessen. Diese Kriterien müssten verstärkt in die Betrachtung einbezogen werden, forderte Achim Bender. Rein betriebswirtschaftliche Betrachtungen dürften nicht Maßstab für die Gesundheits- und Krankenversorgung sein.

 

Bei einem Ortstermin machten die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion mit ihrer Unterschrift Werbung für die derzeit laufende Unterschriftsaktion zum Erhalt der Krankenhäuser im ländlichen Raum.

 
 

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