Berg verbannt Glyphosat vom Gemeindegrün - Rat verbietet die Chemikalie auf kommunalen Flächen

Umwelt

Mit 15:2 Stimmen entschied der Gemeinderat deutlich, dass dieses Pflanzenschutzmittel auf kommunalen Grundstücken und Flächen nicht mehr verwendet werden darf. Eine solch klare Entscheidung hatte zu Beginn der Debatte wohl niemand erwartet.

Es war teilweise deutliche Ablehnung eines solchen Beschlusses zu spüren.
"Unsere Bürger fragen, wie wir es als verantwortliche Mandatsträger mit Umwelt, Natur und der Verwendung gesundheitsschädigender Substanzen halten", sagte Bürgermeister Helmut Himmler. Man könne nicht so bedenken- und gedankenlos wie bisher weiter machen und die Probleme verdrängen.

"Wir sollen aber auch nicht gleich vorpreschen mit einem Verbot, vielmehr erst mal abwarten, was die Entwicklung ergibt", so die Gegenantwort. Denn: "Wir Landwirte sind keine Umweltvernichter, wir haben ebenso Respekt vor der Natur, wir achten auf Wohlergehen und Gesundheit für Mensch, Natur und Umwelt".
Glyphosatfreie Pachtverträge
D
abei ging es diesmal gar nicht um das Unterlassen von Glyphosat auf freie private Flächen, sondern vielmehr einzig um kommunale Grundstücke. Allerdings auch um solche, welche an Landwirte verpachtet sind. "Derzeit noch laufende gültige Verträge werden nicht angetastet", sagte Bürgermeister Himmler. Bei einer Neuvergabe jedoch wird das Verbot dieses Mittels ausdrücklich fest gehalten. Und auf gemeindlichen Flächen Straßenböschungen und -gräben, öffentlichen Flächen und Spielplätzen, hat Glyphosat natürlich auch nichts mehr verloren.

Seine Argumentation überzeugte wohl, vorherige Zweifler ließen sich umstimmen, wobei wohl mancher von ihnen selbst überrascht war. Auf jeden Fall wird ab sofort dem Ausbringen von Glyphosat auf kommunalen Gewerken ein Riegel vorgeschoben.--Bericht Helmut Fügl, NN

 
 

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